…auf dem Weg der Besserung…

Vielleicht hat sich der eine oder andere Leser gefragt, was einem so das Hirn zunebelt und verkleistert, daß man nicht fähig ist, auch nur einen einzigen klaren Gedanken für einen winzigen Blogartikel zu fassen…??

In meinem Fall war dies unser Sorgenkind Herr Leo. Am Montag war eine geplante OP angesetzt. Eine Zystenentfernung am Hoden. (hätte ich rechtzeitig im Daumendrücken gebeten, hätte uns dies vielleicht Einiges erspart?!).  Soweit so gut, wir haben uns zwar gesorgt, wie man das halt vor einer OP tut, aber daß die ganze Geschichte so ausufert und uns einen der schlimmsten Tage unseres (und Leos) Leben beschert, damit konnte man nie und nimmer rechnen. Nach der OP traten Komplikationenn auf, heißt, die Wunde fing immer wieder stark zu bluten an, also nochmal Narkose und versucht weiteres Unheil abzuwenden. Die Ärztin rief dann meinen Mann an, daß sie Leo in die Tierklinik der Landeshaupstadt bringe, die Blutungen seien nicht zu stoppen. Als er mir das am Telefon berichtete, hat mir  absolut der Atem gestockt. In MD haben sie ihn dann nochmal unter Narkose gelegt und die Blutungen endlich ersteinmal zum Stillstand gebracht. Leo wurde meinem Mann mit nach Hause gegeben. Ich hab mir dann neben ihm ein Bett gebaut, so daß ich immer in seiner unmittelbaren Nähe sein konnte. Es war ein Horrorabend. Trotz 3 verabreichter Narkosen kam er nicht annähernd zur Ruhe, schluffte immer wieder durch den Flur, saß nicht und wenn er mal 3 Minuten am Stück neben mir lag, war das mächtig viel. Ich bin dann mit ihm zum puschern raus und trotzdem war keine Beruhigung in Sicht. Nach ner Stunde also nochmal raus, dann das Unheil, Leo fing schon im Flur wieder an zu bluten. Mir war einfach nur schlecht. Ich also meinen Mann wieder geweckt, der dann mit ihm nachts um 1 Uhr wieder in die Klinik gerast ist. Wir waren alle drei fertig, traurig, besorgt und konnten immer nur wieder hoffen, daß alles gut wird.

Mittwoch durften wir ihn wieder abholen und es geht ihm auch schon wesentlich besser. Er braucht zwar noch viel Ruhe und soll nicht viel bewegt werden, aber zumindest geht das fette Hämatom so langsam zurück und auch ansonsten ist unser Tuffbär so langsam wieder der Alte. Selbst die Halströte, die er noch 10 Tage tragen muß, erträgt er ohne Maulen. Ist ein ganz liebes Kerlchen!

Jetzt müssen wir noch die Befunde abwarten und dann können wir vielleicht mal wieder ganz tief durchatmen. Heute kamen die Unterlagen zur OP-Versicherung. Ich hoffe, daß die Abwicklung genau so reibungslos funktioniert wie nach der Kreuzbandriss-OP. Und so langsam weicht der dicke Kloß in meinem Hals und Magen!

Unser Liebling und Sonnenschein und frechster aller Tuffbären!  (mit Halströte)

Advertisements