20 Jahre Deutsche Einheit. Mit dem 3.Oktober als Wiedervereinigungstag kann ich partout nichts anfangen. Nach wie vor ist für mich der 9.November ein Datum, das mich mit bewegten Zeiten von damals verbindet. Aber so wie es eben immer war, Politiker legen fest und das Fussvolk muss springen. Hat sich ja bis heute leider nicht viel geändert, wie man aktuell an den Stuttgarter Protesten sieht.

Im Zusammenhang mit der Dt. Einheit stellt sich für mich immer ein und dieselbe Frage, wie lange spricht alle Welt noch von den „alten“ und „neuen“ Bundesländern?? Das ist ein Nervfaktor hoch 3 für mich.

Gestern bin ich mal in die Vergangenheit zurückgekraucht und habe mir diverse Dinge anschauen können, die mich durch Kindheit und Jugend begleitet haben. Das war echt lustig, weil ich gemerkt habe, daß doch so langsam Einiges in Vergessenheit gerät. Da hätten wir z.B.den obligatorischen Eierhalter und Flaschenverschüsse..

Plaste (und Elaste) stand wirklich extrem hoch im Kurs und so fanden wir gestern unglaublich viele Alltagsgebrauchsgegenstände, die es auch bei uns zu Hause gab.

Ich bin froh, daß es jetzt so ist, wie es ist. Dieses Ost-West-Getue der Medien geht mir tierisch auf den Sender. Ich hab soviel tolle Menschen in den letzten 21 Jahren kennengelernt. Ich möchte nicht mehr tauschen, nie mehr , aber ich habe auch jeden Tag meiner Kindheit und Jugend im alten „Gefüge“ geniessen können. Man kann letztendlich keinem Menschen vorwerfen, daß er jeweils auf der anderen Seite geboren wurde. Man muss Respekt entwickeln, immer noch. Das ist für mich der Schlüssel.

Vieles hätte ich nie in meinem Leben sehen können, wäre alles geblieben, wie es war. Vielleicht hätte ich statt einem Kind 2 oder 3, wer weiß das schon? Bin ich glücklich?

Ja, ich bin glücklich!

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